
Die Geschichte
Der Boden, auf dem die Tate Britain an der Themse steht, war einst das größte Gefängnis Londons. Das Millbank Penitentiary hielt hier Sträflinge fest, viele von ihnen in Erwartung der Verschiffung nach Australien, bis es um 1890 abgerissen wurde. Auf dem geräumten Gelände half der Zuckermagnat Henry Tate, der der Nation seine eigene Sammlung moderner britischer Gemälde angeboten hatte, eine neue Galerie zu finanzieren, die 1897 eröffnete.
Ihr Thema ist die britische Kunst, vom 16. Jahrhundert bis heute: Hogarth und Gainsborough, die Präraffaeliten, Constable, Stanley Spencer, Francis Bacon und David Hockney, die Geschichte der auf diesen Inseln geschaffenen Kunst unter einem Dach.
In ihrem Herzen steht Turner. Als J. M. W. Turner 1851 starb, hinterließ er der Nation den riesigen Inhalt seines Ateliers, Tausende Gemälde und Arbeiten auf Papier, mit dem Wunsch, sie zusammenzuhalten. Dieses Turner-Vermächtnis bekam 1987 endlich ein eigens gebautes Zuhause, die Clore Gallery, einen an eine Seite des Museums angefügten Flügel, wo seine Stürme und brennenden Sonnenuntergänge in taghellen Räumen mit Blick auf den so oft gemalten Fluss hängen.
Sammlung
63 Werke
Der Krieg. Der Verbannte und die NapfschneckeJ. M. W. Turner, 1842
Forum Romanum, für Mr. Soanes MuseumJ. M. W. Turner, 1826
Frostiger MorgenJ. M. W. Turner, 1813
Die schöne IsoldeWilliam Morris, 1858
London vom Greenwich Park aus gesehenJ. M. W. Turner, 1809
Morgen in den Coniston Fells, CumberlandJ. M. W. Turner, 1798
Porträt des jungen Crewe als Heinrich VIII.Joshua Reynolds, 1775
Schatten und DunkelheitJ. M. W. Turner, 1843
Die Jungfrau des Heiligen GralsDante Gabriel Rossetti, 1857
Das Tor von CalaisWilliam Hogarth, 1748
Der Held von hundert SchlachtenJ. M. W. Turner, 1847
Die Sonne von Venedig sticht in SeeJ. M. W. Turner, 1843
Frau in GelbDante Gabriel Rossetti, 1863