
Die Geschichte
Das Nationalmuseum für moderne Kunst in Tokio, kurz MOMAT genannt, war das erste staatliche Kunstmuseum Japans. Es öffnete 1952, als das Land sich nach dem Krieg wieder aufbaute und einen Ort suchte, an dem es seine eigene moderne Kunst zeigen konnte. Seit 1969 steht es am Wassergraben des Kaiserpalasts, in einem klaren, modernen Bau.
Die Sammlung folgt einer Trennlinie, die seit dem späten 19. Jahrhundert durch die japanische Kunst läuft. Auf der einen Seite steht Nihonga, Malerei in traditioneller Technik mit Tusche und Mineralpigmenten auf Seide oder Papier. Auf der anderen steht Yōga, die Ölmalerei westlicher Art, die Japan aufnahm, als es sich der Welt öffnete. Mehr als 13.000 Werke verfolgen beide Linien von etwa 1900 bis heute.
Ein stiller Raum in einem der oberen Stockwerke gibt den Blick weit über die Gärten des Palasts frei. Er wurde bewusst als Ort zum Innehalten zwischen den Sälen angelegt.

