Alois Schönn

1826–1897 · Kaisertum Österreich, Österreich-Ungarn · Orientalismus, Akademische Kunst


Die Geschichte

1878 besetzte Österreich-Ungarn Bosnien, und Sarajevo, rund vier Jahrhunderte lang eine osmanische Stadt, lag plötzlich innerhalb der habsburgischen Welt. Der Wiener Maler Alois Schönn reiste dorthin und vollendete 1883 eine fast drei Meter breite Leinwand mit dem Gedränge an der Lateinerbrücke über die Miljacka. Sie hängt heute im Belvedere. 31 Jahre später wurde an der Straßenecke am Ende eben dieser Brücke der Thronfolger Franz Ferdinand erschossen.

Schönn wurde 1826 in Wien geboren und studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste, zuerst Kupferstich, ab 1845 Historienmalerei. Seine Laufbahn machten die Reisen. Er war in Ungarn, Galizien, Italien, Frankreich und Holland, weiter östlich in der Türkei und in Ägypten, und spezialisierte sich auf orientalische Genreszenen, Märkte und Straßenleben. Für seine Verdienste um die Wiener Weltausstellung 1873 erhielt er den Franz-Joseph-Orden. Nach seinem Tod 1897 bekam er ein Ehrengrab in Wien.

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Werke

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