An der lateinischen Brücke in Sarajewo

An der lateinischen Brücke in Sarajewo


Details

Künstler
Alois Schönn
Museum
Belvedere
Jahr
1883
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
172 × 270 cm

Die Geschichte

1878 marschierten österreichisch-ungarische Truppen in Bosnien ein, und fünf Jahre später vollendete der Wiener Maler Alois Schönn dieses Gedränge an der Lateinerbrücke über die Miljacka in Sarajevo. Das Belvedere hält es für möglich, dass das Bild im Zusammenhang mit der Besetzung in Auftrag gegeben wurde. Schönn zeigt einen Markttag. Männer mit roten Fes und weißen Turbanen handeln auf dem Pflaster, neben den Pferden sitzt einer am Boden, Schafe liegen an der steinernen Brüstung, hinter den Dächern steigt ein Minarett auf. Das Museum liest die Szene als Bild der vielen Kulturen und Religionen einer Stadt, die jahrhundertelang osmanisch gewesen war. Es führt das Gemälde auch unter einem zweiten Titel, „Marktszene in der Herzegowina“, obwohl Sarajevo in Bosnien liegt. Im Juni 1914 wurde an dieser Brücke der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand erschossen.

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