Analatos-Maler
Antikes Griechenland · archaische griechische Kunst
Die Geschichte
Analatos ist ein Ort, keine Person. So hieß früher ein Viertel am südlichen Rand von Athen, das heute Nea Smyrni heißt, und dort wurden mehrere Gefäße eines namenlosen Malers ausgegraben. Eines davon, ein Wasserkrug im Archäologischen Nationalmuseum in Athen, wurde zu seinem Namensgefäß, und jedes Werk, das die Forschung derselben Hand zuschreibt, läuft unter dem Namen Analatos-Maler.
Er arbeitete etwa zwischen 700 und 680 v. Chr., als die athenischen Töpfer den strengen geometrischen Stil mit seinen Strichfiguren und Mäanderbändern hinter sich ließen und zu einer freieren Formensprache fanden, die Anregungen aus dem Vorderen Orient aufnahm. Seine frühesten Gefäße wirken noch geometrisch. Später malte er Sphingen, sich einrollende Pflanzen und Rosetten, Reihen tanzender Männer und Frauen und Züge von Zweigespannen, die Körper als volle Silhouette, die Einzelheiten der Pferde aber eingeritzt. Die Archäologie nennt diese Phase protoattisch, und er gehört zu den frühesten Malern darin, deren Hand sich von Gefäß zu Gefäß verfolgen lässt.
