
Lutrophoros des Analatos-Malers
Details
Die Geschichte
Über dieses hohe Gefäß kriechen Schlangen aus Ton, plastisch geformt und auf Mündung, Schulter und Henkel gelegt. Auf athenischen Gefäßen dieser Zeit gelten Schlangen meist als Zeichen der Toten, und große Vasen wie diese wurden oft für Gräber angefertigt. Es ist ein Lutrophoros, 80 Zentimeter hoch, bemalt in Athen etwa zwischen 700 und 680 v. Chr.
Am Hals tanzen unter zwei geflügelten Sphingen Männer und Frauen paarweise mit Zweigen in den Händen, links und rechts einer Frau, die den Aulos bläst, eine Doppelflöte. Um den Bauch ziehen vier Zweigespanne in einer Prozession, jedes mit einem Lenker, der die Zügel hält. Die Menschen sind als volle dunkle Silhouetten gezeichnet, die Einzelheiten der Pferde dagegen in die Farbe eingeritzt. Das Gefäß wurde aus Scherben wieder zusammengesetzt und hat Fehlstellen an Hals und Bauch. Der Louvre kaufte es 1935.