Charles-François Daubigny zugeschrieben
Frankreich · Schule von Barbizon
Die Geschichte
Charles-François Daubigny brachte seinem Sohn Karl das Malen bei, und der Sohn übernahm die Malweise des Vaters sehr genau. Karl, 1846 in Paris geboren, zeigte mit 17 Jahren zwei Landschaften im Pariser Salon, darunter die Île de Vaux, eine Insel in der Oise bei Auvers, dem Dorf, in dem sich sein Vater Haus und Atelier gebaut hatte. Sein ganzes kurzes Leben lang malte er dieselben Flüsse, Küsten und Felder, oft auf sehr ähnliche Weise, und manche seiner Bilder hat man schon für Werke des Vaters gehalten. Er starb 1886, mit 40 Jahren.
Charles-François Daubigny zugeschrieben ist die Formel, mit der ein Museum ein Bild bezeichnet, das seine Fachleute nach Malweise und Herkunft für wahrscheinlich eigenhändig vom Vater halten, ohne dass eine Signatur oder ein Dokument die Frage entscheidet. Sie sagt mehr als Nachfolger, womit ein ungenannter Maler gemeint ist, der in seiner Art arbeitete, und weniger als eine schlichte Zuschreibung an Daubigny. Im Jahr 2000 zeigte das Musée Daubigny in Auvers-sur-Oise Vater und Sohn in einer gemeinsamen Ausstellung, zum ersten Mal hingen ihre Bilder Seite an Seite.
