August von Pettenkofen

August von Pettenkofen

1822–1889 · Kaisertum Österreich, Österreich-Ungarn · Realismus


Die Geschichte

Rund 30 Jahre lang, ab 1851, kehrte August von Pettenkofen immer wieder in dieselbe kleine Stadt in der ungarischen Tiefebene zurück. Szolnok an der Theiß hatte einen staubigen Marktplatz, Bauernkarren, Pferde, die man zur Tränke führte, und ein hartes Sommerlicht, und er malte das alles wieder und wieder, in kleinen Bildern mit gedämpftem, grauem Ton.

Er war Wiener, 1822 geboren, und an der Wiener Akademie in der sanften Genremalerei des Biedermeier ausgebildet. Wer ihn kannte, beschrieb ihn als menschenscheu. 1852 ging er nach Paris und kam in Berührung mit den Malern von Barbizon, Landschaftern, die im Wald vor der Stadt direkt nach der Natur arbeiteten, und ihr Blick für Luft und Tageslicht ging mit ihm zurück in die Ebene. In den 1870er-Jahren reiste er zudem fast jedes Jahr nach Venedig.

Die Szolnoker Bilder fanden Käufer bis in die Ferne. 1878 erwarb der Sammler William T. Walters in Baltimore eine seiner Marktszenen. In Ungarn folgten ihm die jungen Maler Lajos Deák-Ébner und Gyula Aggházy in die Stadt, Deák-Ébner verbrachte dort von 1875 bis 1887 jeden Sommer, und ihre Aufenthalte gelten als erstes Kapitel der späteren Künstlerkolonie Szolnok. Pettenkofen wurde 1876 in den Ritterstand erhoben und starb 1889 in Wien.

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Werke

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