Auguste Boulard
1825–1897 · Frankreich · Schule von Barbizon
Die Geschichte
1896 zeigte der Pariser Kunsthändler Georges Petit eine Ausstellung mit Bildern eines 71-Jährigen, der seit fast 30 Jahren nichts mehr öffentlich gezeigt hatte. Auguste Boulard hatte bis 1868 regelmäßig in den Salon eingeliefert und dann aufgehört. Kritiker und Sammler kamen trotzdem. Im Herbst des folgenden Jahres starb er in L'Isle-Adam nördlich von Paris.
Angefangen hatte er früh, 1841 in der Lehre beim akademischen Maler Léon Cogniet, danach in Antwerpen, wo er die flämischen Meister kopierte. Um 1856 nahm ihn der Landschaftsmaler Jules Dupré auf und zog ihn in den Kreis, der bei L'Isle-Adam arbeitete, darunter Corot, Daubigny, Théodore Rousseau und der Karikaturist Daumier. Ab der Mitte der 1860er Jahre malte Boulard vor allem Bauernstuben und das Leben von Fischerfamilien, vieles davon nach seinem Umzug nach Cayeux-sur-Mer an der Kanalküste.
Zwei seiner Leinwände gingen in die französische Staatssammlung im Musée du Luxembourg. Eine der Interieurszenen, eine Familie bei Tisch, um 1870 gemalt, hängt im Van Gogh Museum in Amsterdam.
