Bartolomeo Passarotti

Bartolomeo Passarotti

1529–1592 · Kirchenstaat · Manierismus


Die Geschichte

Irgendwann in den 1570er Jahren begann ein etablierter Bologneser Bildnismaler, Metzgerläden zu malen: Fleischstücke, gerupftes Geflügel und grinsende Gesellen, die sich im Vordergrund drängen. Für die italienische Kunst war das beinahe neu. Bartolomeo Passarotti hatte die Idee von niederländischen Marktbildern übernommen und malte diese Szenen mit einer derben, nahsichtigen Lust, die mit dem eleganten Manierismus um ihn herum wenig zu tun hatte.

Passarotti hatte sich in Rom beim Architekten Vignola und beim Maler Taddeo Zuccari geschult, kehrte dann nach Bologna zurück und baute eine der geschäftigsten Werkstätten der Stadt auf, aus der Altarbilder und scharf beobachtete, würdevolle Bildnisse hervorgingen, darunter Kardinäle und Papst Gregor XIII.

Die nachhaltigste Spur aber hinterließ er bei den jungen Leuten nebenan. Agostino Carracci war sein Schüler, und dessen Bruder Annibale betrachtete Passarottis Fleischbänke genau, bevor er seinen eigenen Metzgerladen malte, ein Bild, das man einst Passarotti selbst zuschrieb. Durch diese Werkstatt ging die schlichte Beobachtung, die Passarotti liebte, unmittelbar auf die Carracci über, die Bologneser Maler, die das Barock eröffneten.

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Werke

4 Werke