Bernhard Strigel

Bernhard Strigel

1460–1528 · Heiliges Römisches Reich · Nördliche Renaissance, Schwäbische Schule


Die Geschichte

Bernhard Strigel verbrachte fast sein ganzes Leben in einer einzigen schwäbischen Stadt, Memmingen, wo er die geschäftige Werkstatt führte, die seine Familie dort aufgebaut hatte. Um 1460 geboren und wohl beim Ulmer Maler Bartholomäus Zeitblom ausgebildet, wäre er vielleicht ein tüchtiger Provinzmeister der Altarbilder geblieben, hätte nicht der mächtigste Mann Europas Gefallen an seinen Bildnissen gefunden.

Dieser Mann war Maximilian I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der Strigel 1515 und noch einmal 1520 nach Wien rief, um die kaiserliche Familie zu porträtieren. Die Gruppe, die damals entstand, ist sein bekanntestes Werk: Maximilian neben seiner verstorbenen ersten Frau Maria von Burgund und ihrem toten Sohn Philipp dem Schönen, die Lebenden und die längst Verstorbenen als eine Dynastie fürs Gedächtnis versammelt. Der Kaiser hielt ihn in Gunst, beschäftigte ihn wiederholt in Augsburg, Innsbruck und Wien und erhob ihn schließlich in den Adel.

Strigels Bildnisse sind schlicht und wachsam, Gesichter vor dunklem Grund, ohne viel Schmeichelei. Bis zu seinem Tod 1528 arbeitete er in Memmingen weiter, noch immer Haupt jener Familienwerkstatt, die seinen Namen begründet hatte.

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Werke

2 Werke