Heilige Sippe

Heilige Sippe


Details

Jahr
1516
Technik
Öl auf Lindenholz
Gattung
Gemälde
Maße
72,5 × 60 cm

Die Geschichte

Bis 1919 war dieses Bild die Rückseite des Familienbildnisses Kaiser Maximilians I., das nicht weit davon hängt, und beide Seiten wurden zur gleichen Zeit gemalt, bald nach den habsburgischen Hochzeiten von 1515. Dargestellt ist die Heilige Sippe, um 1500 in deutschen Kirchen ein beliebtes Thema. Eine mittelalterliche Legende gab der heiligen Anna, der Mutter Marias, drei Ehemänner und eine große Nachkommenschaft, und Strigel schreibt jeden Namen lateinisch dazu: Anna, Joachim, Joseph, Elisabeth, Zacharias, Esmeria. Die Vorderseite tat dasselbe mit den Habsburgern und wies den Kaiser und die Seinen als Glieder dieser heiligen Familie aus, sodass beide Seiten aufeinander antworteten. Um 1520 gehörte die Tafel wohl Johannes Cuspinian, dem Humanisten und Diplomaten, der jene Hochzeiten mit ausgehandelt hatte, und er ließ von Strigel seine eigene Familie als weiteren Zweig der Sippe malen. Der kleine Johannes der Täufer hält ein Spruchband mit den Worten Ecce Agnus Dei, siehe, das Lamm Gottes.

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