
Bronzino
1503–1572 · Republik Florenz · Manierismus
Die Geschichte
Bronzino bekam seine Chance bei den Medici anlässlich ihrer Hochzeit 1539, als er den Schmuck für die Vermählung Herzog Cosimos I. mit Eleonora di Toledo malte, einer noch nicht zwanzigjährigen spanischen Adligen. Cosimo gefiel die Arbeit so gut, dass er ihn geradewegs anstellte, und Bronzino blieb die nächsten fünfundzwanzig Jahre Hofmaler der Familie.
Sein Bildnis Eleonoras mit ihrem kleinen Sohn Giovanni, um 1545 gemalt, zeigt sie in einem mit Granatäpfeln gemusterten Kleid vor einem Hintergrund aus lapislazuliblauem Pigment, demselben teuren Farbstoff, den man sonst dem Gewand der Jungfrau Maria vorbehielt. Jede Falte des Stoffes ist so genau wiedergegeben, dass sie fast kalt wirkt, ein bewusster Stil, Bronzinos Medici-Bildnisse zeigen die Herrscher als gefasst und beherrscht, nie unvorbereitet ertappt.
Er stattete auch Eleonoras Privatkapelle im Palazzo Vecchio aus, seinen ersten großen Auftrag für die Familie, und malte bis zu seinem eigenen Tod 1572 Medici-Bildnisse, zehn Jahre nachdem Eleonora selbst gestorben war.
Werke
32 Werke
Die Heilige Familie mit der heiligen Anna und dem JohannesknabenBronzino, 1548
Maria mit Kind, der heiligen Elisabeth und Johannes dem TäuferBronzino, 1542
Bildnis einer Dame in Rot (Francesca Salviati?)Bronzino, 1533
Porträt des Francesco I. de' Medici als KindBronzino, 1551
Heiliger MichaelBronzino, 1525
Die Heilige Familie mit dem Johannesknaben (Madonna Stroganoff)Bronzino, 1541
Venus und AmorBronzino