
Christoffer Wilhelm Eckersberg
1783–1853 · Königreich Dänemark · Dänisches Goldenes Zeitalter
Die Geschichte
Christoffer Wilhelm Eckersberg wird meist der Vater der dänischen Malerei genannt, und der Titel ist beinahe wörtlich zu nehmen. Als junger Mann studierte er in Paris bei Jacques-Louis David, verbrachte dann Jahre in Rom und kehrte 1816 nach Kopenhagen zurück, um an der Akademie zu lehren, gerade als Dänemark in eine bemerkenswerte Blüte der Malerei eintrat, die man heute sein Goldenes Zeitalter nennt. Fast jeder bedeutende dänische Künstler der nächsten Generation ging durch sein Atelier.
Was er sie lehrte, war das Sehen. Er drillte seine Schüler mit fast mathematischer Strenge in der Perspektive, schickte sie ins Freie, um direkt nach der Natur zu malen, und legte sorgfältige Studien des Modells und von Schiffen an. Seine eigenen Bilder haben eine klare, nüchterne Präzision, genaue Porträts, Ansichten von Rom und Kopenhagen und vor allem Marinebilder, das Licht und die Takelage von Segelschiffen mit dem Blick eines Seemanns festgehalten.
Er blieb Jahrzehnte an der Akademie und war sogar ihr Direktor. Er zeugte in drei Ehen eine große Familie, und er starb 1853 in Kopenhagen während einer Choleraepidemie, die die Stadt in jenem Sommer heimsuchte, einer der Tausenden, die sie tötete.
Werke
4 Werke
Sich vor dem Spiegel kämmende nackte FrauChristoffer Wilhelm Eckersberg, 1841
Blick durch drei der nordwestlichen Arkaden des dritten Stockwerks des KolosseumsChristoffer Wilhelm Eckersberg, 1815
Bella und Hanna. Die ältesten Töchter von M. L. NathansonChristoffer Wilhelm Eckersberg, 1820
Das russische Linienschiff „Asow“ und eine Fregatte vor Anker auf der Reede von HelsingørChristoffer Wilhelm Eckersberg, 1828