Diego Velázquez und Werkstatt
Spanien · Barock
Die Geschichte
1649 heiratete Philipp IV. von Spanien seine Nichte Maria Anna, die vierzehnjährige Tochter Kaiser Ferdinands III. Versprochen war sie zuerst seinem Sohn Baltasar Carlos, der 1646 gestorben war. Als Velázquez 1651 aus Italien zurückkam, malte er die neue Königin.
Die Formel „Velázquez und Werkstatt“ bedeutet, dass der Entwurf und ein Teil der Malerei von ihm stammen und der Rest von Gehilfen in seinem Atelier im Königspalast in Madrid ausgeführt wurde. Der wichtigste unter ihnen war Juan Bautista Martínez del Mazo, der 1633 Velázquez’ Tochter Francisca geheiratet hatte. Bildnisse der spanischen Königsfamilie gingen regelmäßig an die Verwandten in Wien, und ohne Werkstatt war das nicht zu schaffen.
Das Kunsthistorische Museum führt unter dieser Angabe ein ganzfiguriges Bildnis der Königin, gut zwei Meter hoch und 1652 bis 1653 datiert. Es stammt aus der Sammlung Erzherzog Leopold Wilhelms und kam 1913 in die Gemäldegalerie. Welche Partien Velázquez selbst gemalt hat, sagt das Museum nicht. Zu sehen ist das Bild heute auf Schloss Ambras bei Innsbruck.

