Expressionistischer Meister von Santa Chiara

Kirchenstaat · Italienische Gotik


Die Geschichte

Im rechten Querhausarm der Basilika Santa Chiara in Assisi, der Kirche, die den Leichnam der heiligen Klara aufnehmen sollte, zeigt eine Gruppe beschädigter Fresken die Flucht nach Ägypten, den Kindermord in Bethlehem sowie Tod und Begräbnis Klaras selbst. Ihr Maler hat keinen Namen hinterlassen. 1904 fasste der deutsche Kunsthistoriker Henry Thode sie als Werk einer einzigen Hand zusammen, und 1963 nannte der italienische Kritiker Roberto Longhi diese Hand einen bittersüßen Expressionisten. Daher der Notname.

Er kam aus Giottos Werkstatt in Assisi, und seine Hand hat man in der Nikolauskapelle der Unterkirche von San Francesco erkannt, die vor 1306 ausgemalt wurde. Seit 1977 identifizieren ihn manche Forscher mit Palmerino di Guido, einem Maler, der 1309 zusammen mit Giotto in Assisi urkundlich belegt ist, doch die Frage ist nicht entschieden. Der Louvre besitzt zwei kleine Tafeln von ihm, die Flügel eines Diptychons mit der Kreuzigung und der thronenden Madonna.

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Werke

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