Félix Vallotton

Félix Vallotton

1865–1925 · Schweiz · Nabis


Die Geschichte

Félix Vallotton ließ Stille gefährlich aussehen. Ein Schweizer Maler, der sich in Paris niederließ und den Nabis beitrat, der jungen Bruderschaft um Bonnard und Vuillard, wird er vor allem für die Wiederbelebung des Holzschnitts erinnert, der Szenen auf strenge Blöcke aus flachem Schwarz und Weiß reduzierte, fast ohne Grau dazwischen. Seine Druckreihe von Paaren, Intimitäten genannt, zeigt Männer und Frauen in beschatteten Räumen, und zwischen ihnen ist offenkundig etwas schiefgegangen, obwohl er nie sagt, was.

Dieselbe Beklemmung durchzieht seine Bilder. Seine Interieurs sind ordentlich, glatt und stickig, seine Farben kühl, seine Figuren in kleinen Momenten der Spannung gefangen: eine geflüsterte Vertraulichkeit, ein abgewandter Rücken, eine Hand am Türrahmen. Alles ist ruhig an der Oberfläche und verstimmt darunter.

Er heiratete in eine wohlhabende Kunsthändlerfamilie ein, was ihn von Geldsorgen befreite und, wie er bisweilen klagte, von der Schärfe des Kampfes. Er malte weiter flache, emailglatte Akte und Landschaften bis zu seinem Tod in Paris 1925, am Tag nach seinem 60. Geburtstag.

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Werke

6 Werke