Ferdinand Olivier

Ferdinand Olivier

1785–1841 · Anhalt-Dessau · Nazarener, Romantik


Die Geschichte

Ferdinand Olivier gehörte zum Lukasbund, jenen jungen deutschen Malern, die sich 1809 in Wien zusammentaten, bald nach Rom gingen und wieder malen wollten wie die Meister vor Raffael. In Erinnerung geblieben sind sie als Nazarener. Olivier selbst ist nie nach Italien gekommen. Die Landschaft, die er sich zu eigen machte, lag rund um Salzburg.

Er wurde 1785 in Dessau geboren und lernte zum Teil in Dresden. Von 1807 bis 1810 war er Sekretär bei einer diplomatischen Vertretung in Paris und studierte dort die älteren deutschen und niederländischen Maler. 1811 ließ er sich in Wien nieder. Er erlebte eine religiöse Erweckung, sein protestantischer Glaube vertiefte sich, und sein Atelier wurde in der katholischen Stadt zum Treffpunkt protestantischer Künstler. Dem Lukasbund trat er Mitte der 1810er-Jahre bei, noch in Wien.

1815 und noch einmal 1817 reiste er durch das Land um Salzburg und Berchtesgaden, auf einer der Reisen zusammen mit dem Maler Philipp Veit, ebenfalls einem Nazarener, und füllte Blatt um Blatt mit Zeichnungen. Daraus entstand sein bekanntestes Werk, neun Lithographien, 1823 erschienen als Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Jedem wirklichen Tal oder Dorf ist ein Wochentag zugeordnet, und zwei allegorische Blätter verbinden die Folge, sodass sich die Berge wie eine Woche christlichen Lebens lesen.

1830 zog er nach München, wurde Sekretär der Akademie der Bildenden Künste und 1833 ihr Professor für Kunstgeschichte. Er starb am 11. Februar 1841 in München.

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Werke

1 Werk