Franciabigio

Franciabigio

1484–1525 · Republik Florenz · Renaissance, Florentinische Renaissance


Die Geschichte

1513 vollendete Franciabigio ein Fresko der Vermählung Mariä im Eingangskreuzgang der Santissima Annunziata in Florenz, Seite an Seite mit Andrea del Sarto, dem damals führenden Maler der Stadt. Die Mönche wurden ungeduldig und enthüllten das Werk, bevor es fertig war. Empört darüber, dass man seine Arbeit unvollendet gezeigt hatte, griff er zu einem Maurerhammer und schlug auf den Kopf der Madonna und einige andere Gesichter ein. Den Schaden besserte er nie aus, und die Spuren sind bis heute zu sehen.

Geboren als Francesco di Cristofano, verbrachte er seine Laufbahn in del Sartos Nähe, mit dem er eine Werkstatt und mehrere Aufträge teilte. Geschätzt wurde er vor allem als Freskant und als Bildnismaler mit kühlem, wachem Blick. 1521 schmückte er zusammen mit del Sarto und dem jungen Pontormo, einem weiteren Florentiner, die Mediceer-Villa in Poggio a Caiano und malte für den großen Saal den Triumph Ciceros.

Am ehesten begegnet man ihm heute in seinen Bildnissen, stillen Halbfiguren vor schlichtem Grund, mitunter mit einem Datum oder einem Wahlspruch versehen. Er starb 1525 in Florenz, Anfang vierzig.

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Werke

1 Werk