Frank Buchser

Frank Buchser

1828–1890 · Schweiz · Orientalismus


Die Geschichte

1866, ein Jahr nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs, segelte ein Schweizer Maler namens Frank Buchser mit einem offiziellen Auftrag in die Vereinigten Staaten. Er sollte ein grosses Bild der Staatsmänner und Generäle der siegreichen Union malen, ein Geschenk der Schweiz an die junge, wiedervereinte Republik. Diese monumentale Leinwand wurde nie vollendet. Nach Hause brachte Buchser stattdessen eine Galerie nach dem Leben gemalter Gesichter.

Er verschaffte sich Zugang zu bemerkenswerten Modellen. Er malte Präsident Andrew Johnson und Aussenminister William Seward, schloss sich General Sherman auf einer Militärexpedition nach Westen bis Fort Laramie an und schuf das vermutlich letzte Porträt von Robert E. Lee, dem geschlagenen Befehlshaber der Konföderierten. Auch afroamerikanische Menschen, denen er im Süden begegnete, malte er mit echter Anteilnahme, lauschte ihrem Gesang und hielt sie als Einzelne fest, nicht als Typen.

1828 bei Solothurn geboren, war Buchser schon lange vor Amerika ruhelos. Er hatte Marokko und Spanien durchstreift und zählte für die sonnendurchfluteten Szenen, die er mitbrachte, zu den Orientalisten. Sein Werk umfasst etwa 1000 Arbeiten, viele davon rasche Ölskizzen, geschätzt für ihre Farbe und ihr Licht. Er starb 1890 in Solothurn, die amerikanischen Porträts noch im Atelier und zu seinen Lebzeiten kaum gesehen.

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Werke

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