Franz Joseph Spiegler

1691–1757 · Heiliges Römisches Reich · Barock, Rokoko


Die Geschichte

Franz Joseph Spieglers Hauptwerk liegt über den Köpfen, an den Gewölben der Kirche von Zwiefalten, einer Benediktinerabtei in Oberschwaben. Er malte dort 1728 und 1729 und dann wieder von 1747 bis 1753, und die Zwiefaltener Fresken gelten als sein Meisterwerk. Sie gehören zu einer Kette von Kirchen und Klöstern, die heute die Oberschwäbische Barockstraße verbindet.

Geboren wurde er 1691 in Wangen im Allgäu, einer kleinen Freien Reichsstadt. Sein Vater starb im Jahr darauf, und seine Mutter heiratete den Maler Adam Joseph Dollmann, so kam der Junge zur Kunst. Um 1710 lernte er in München bei seinem Großonkel Johann Kaspar Sing, einem bayerischen Hofmaler. Seine Fresken von 1723 bis 1725 in der Abtei Ottobeuren zeigen den starken Einfluss von Jacopo Amigoni, einem venezianischen Maler, der damals in Süddeutschland arbeitete. Drei Jahrzehnte lang zog Spiegler von Auftrag zu Auftrag, durch Schwaben, an den Bodensee, in den Schwarzwald und in die Schweiz.

Das Belvedere besitzt zwei kleine Studien, die unter seinem Namen verzeichnet sind, in Öl in Grautönen auf Papier gemalt. Sie zeigen die Kreuzaufladung und die Begegnung Christi mit seiner Mutter. Spiegler starb 1757 in Konstanz.

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Werke

2 Werke