
Christus wird das Kreuz auferlegt
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Die Geschichte
Ein Blatt Papier, kaum 26 Zentimeter hoch, darauf nur Grautöne in Öl. Die Skizze gehört mit einem gleich großen Gegenstück zu einer Folge von Kreuzwegstationen. Solche Folgen verbreiteten sich im 18. Jahrhundert in den katholischen Kirchen Mitteleuropas, nachdem Papst Clemens XII. 1731 den Kreuzweg allen Kirchen erlaubt und die Zahl der Stationen auf 14 festgelegt hatte. Zu sehen ist die zweite Station. Männer stemmen die schweren Balken des Kreuzes hoch, ein Reiter mit Federbusch am Helm schaut vom Pferd aus zu, und Christus im hellen Gewand wird von einem Schergen am Arm vorwärtsgezerrt. Das Belvedere führt beide Blätter unter dem Namen Franz Joseph Spiegler und datiert sie um 1780, obwohl Spiegler schon 1757 starb. Früher galten sie als Arbeiten von Franz Sigrist dem Älteren.
