Georges Seurat

Georges Seurat

1859–1891 · Frankreich · Pointillismus


Die Geschichte

Georges Seurat näherte sich der Malerei wie ein Wissenschaftler. Ausgebildet an der Pariser École des Beaux-Arts und beeinflusst von zeitgenössischen Farb- und Optiktheorien, entwickelte er eine Technik, bei der Tausende kleiner, klar voneinander abgesetzter Punkte reiner Farbe aufgetragen wurden, die erst im Auge des Betrachters – nicht auf der Leinwand – zu einer Mischung verschmelzen sollten; er selbst nannte die Methode Divisionismus, Kritiker prägten den Spitznamen Pointillismus. Sein 1884 bis 1886 entstandenes Gemälde Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte, eine knapp zwei mal drei Meter große Szene von Pariserinnen und Parisern, die auf einer Insel in der Seine entspannen, kostete zwei Jahre vorbereitender Skizzen und bleibt bis heute das Schaustück der Technik.

Er arbeitete kaum ein Jahrzehnt in diesem Stil und hielt große Teile seines Privatlebens selbst vor engen Freunden geheim. Erst in den letzten beiden Tagen vor seinem Tod stellte er seinen Eltern seine Lebensgefährtin, das Künstlermodell Madeleine Knobloch, und den gemeinsamen kleinen Sohn Pierre-Georges vor.

Seurat erkrankte plötzlich und starb am 29. März 1891 in Paris im Alter von einunddreißig Jahren; die Ärzte konnten sich nicht einigen, ob Meningitis, Diphtherie oder eine infektiöse Angina die Ursache war. Sein kleiner Sohn starb zwei Wochen später an derselben Krankheit und wurde neben ihm auf dem Friedhof Père-Lachaise beigesetzt.

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