Giovanni Badile
Republik Venedig · Internationale Gotik, Veroneser Schule
Die Geschichte
1421 bestellte die Kommune Verona Giovanni Badile zu ihrem Gutachter, um ein Fresko zu schätzen, ein Zeichen für das Ansehen, das er in seiner Stadt genoss. Er wurde um 1379 in Verona geboren, in eine Malerfamilie, die dort bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tätig blieb, und seinen Sohn Antonio erkennt man heute meist im Meister einer viel beschäftigten Veroneser Werkstatt der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Das einzige für ihn urkundlich belegte Werk ist die Freskenausstattung der Cappella Guantieri in der Kirche Santa Maria della Scala, 1443 bezeugt, mit Geschichten des heiligen Hieronymus und des Filippo Benizi, eines Heiligen der Serviten, denen die Kirche gehörte. In die Laibungen der Fenster malte er, stark vergrößert, vier Porträtmedaillen Pisanellos, des Malers und Medailleurs, der in jenen Jahren die Kunst Veronas beherrschte. 1448 machte Badile sein Testament, und vor 1451 war er gestorben.
