Hendrick de Clerck

Hendrick de Clerck

1630 · Südliche Niederlande · Manierismus, Flämischer Barock, Nordische Renaissance


Die Geschichte

Als Erzherzog Albrecht von Österreich 1596 als neuer habsburgischer Statthalter der Niederlande in Brüssel einzog, stammten die Entwürfe für den Schmuck der Triumphbögen entlang seines Weges von Hendrick de Clerck. Er war bereits Hofmaler, ein Amt, das er schon unter Albrechts Bruder, Erzherzog Ernst, innehatte, und er diente Albrecht und dessen Frau Isabella noch jahrzehntelang. 2016 widmete ihm M Leuven, ein Museum in Belgien, eine Ausstellung mit dem Titel Der Spindoctor von Albrecht und Isabella, weil seine Götter und Helden dem erzherzoglichen Paar so oft schmeichelten.

De Clerck wurde um 1560 geboren, wahrscheinlich in Brüssel, und Zeichnungen lassen vermuten, dass er sich Ende der 1580er Jahre in Rom und Neapel aufhielt. Er blieb dem verfeinerten Spätmanierismus des Kaiserhofs in Prag treu, dem Stil von Malern wie Bartholomäus Spranger, auch als sein jüngerer Zeitgenosse Rubens die flämische Malerei veränderte. Brüsseler Kirchen, die im Bildersturm von 1566 geplündert worden waren, bestellten bei ihm neue Altarbilder, oft Triptychen. In kleineren Kabinettbildern malte er die Figuren, während Landschaftsspezialisten wie Denis van Alsloot die Szenerie beisteuerten, und er griff mythologische Göttermahle auf, darunter die Hochzeit von Peleus und Thetis. Sein Sohn Jacob wurde ebenfalls Maler, und Hendrick starb im August 1630 in Brüssel.

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Werke

1 Werk