Juan de Espinosa

Spanien · Barock


Die Geschichte

1872 verzeichnete der Prado ein Stillleben mit Trauben, Äpfeln und Pflaumen unter dem Namen Juan de Espinosa. Pedro de Madrazo, der Verfasser dieses Katalogs, hielt eine Signatur auf der Leinwand fest. Lesen konnte sie seither niemand mehr.

Damit ist ungefähr alles gesagt, was man über den Mann weiß. Sein Name taucht in Dokumenten von 1628 und 1659 neben anderen Madrider Malern auf, und dort bricht die Überlieferung ab. Kein Geburtsjahr, kein Todesjahr, keine Werkstatt. Mindestens drei spanische Maler des 17. Jahrhunderts hießen Juan de Espinosa, und ihre Bilder auseinanderzuhalten ist bis heute unerledigte Arbeit. Die Trennung schlug 1983 Alfonso Pérez Sánchez vor, ein Kenner der spanischen Malerei des Siglo de Oro, der im selben Jahr Direktor des Prado wurde. Zwei Jahre später arbeitete sie der amerikanische Forscher William Jordan um. Sie gilt heute als die anerkannte Lösung. Ismael Gutiérrez Pastor, der sie selbst teilt und über diese namensgleichen Maler publiziert hat, schrieb, das Problem sei von einer endgültigen Lösung noch weit entfernt.

Erhalten ist ein kleiner Bestand an Stillleben, vor allem mit Früchten und darunter am häufigsten mit Trauben. Eines davon hängt im Louvre, in Format und Anordnung dem Bild im Prado nahe genug, um als dessen Gegenstück entstanden zu sein, und dieses eine ist signiert.

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Werke

1 Werk