
Stillleben mit Trauben, Äpfeln und Pflaumen
Details
Die Geschichte
Das erste gesicherte Datum im Leben dieses Bildes ist 1745. Damals hing es im Landhaus Philipps V. vor Madrid und wurde dort inventarisiert. Gemalt wurde es lange davor, nach Auskunft des Museums um 1630, doch dafür gibt es kein Dokument, und deshalb steht in diesem Katalog kein Jahr.
Auch der Maler bleibt unscharf. Weder sein Geburts- noch sein Sterbejahr sind bekannt, sein Name findet sich in Madrider Akten von 1628 und von 1659. Im 17. Jahrhundert arbeiteten mindestens drei spanische Maler namens Juan de Espinosa, und die Forschung trennt ihre Bilder bis heute voneinander. Ins Verzeichnis kam dieses Stillleben 1872, wegen einer Signatur, die damals gelesen wurde und die seither niemand mehr entziffern konnte. Fester wurde die Zuschreibung erst, als der Louvre 1973 ein fast gleich gebautes Fruchtstück erwarb, das signiert ist.
Ein Gegenstand im Bild lässt sich dagegen genau bestimmen. Der rote Krug rechts ist ein Búcaro aus unglasiertem Ton, aus Tonalá in Neuspanien nach Madrid verschifft. Der poröse Ton kühlte das Wasser darin und gab ihm einen Geruch, und bei Hofe kaute man Splitter davon, weil sie den Teint blass machen sollten.