Karel Dujardin

Karel Dujardin

1626–1678 · Niederländische Republik · Malerei des Holländischen Goldenen Zeitalters


Die Geschichte

Karel Dujardin malte die Niederlande, als wären sie Italien. Um 1626 in Amsterdam geboren und, so heißt es, beim italianisierenden Landschafter Nicolaes Berchem ausgebildet, überquerte er jung die Alpen und schloss sich den Bentvueghels an, der trinkfreudigen Bruderschaft nördlicher Künstler in Rom, die jedem Neuankömmling einen Spitznamen gab. Seiner war Barba di Becco, Ziegenbart.

Das meiste seines Schaffens ist klein und sonnendurchflutet: Hirten, die an einem warmen Weg rasten, Rinder und Ziegen vor niedrigem südlichem Horizont, ein Schmied, der im klaren Mittelmeerlicht einen Ochsen beschlägt. Zurück in Holland kam er zu Wohlstand und ging über das Pastorale hinaus, hin zum Porträt, zu Gruppenbildern der Regenten eines Amsterdamer Armenhauses und zu religiösen Themen.

1678 zog ihn die Anziehung Italiens erneut nach Süden. Er erreichte Venedig, wohnte dort bei einem holländischen Kaufmann, erkrankte in dessen Haus an einem Fieber und starb. Am 9. Oktober jenes Jahres wurde er in der Stadt begraben, fern den Amsterdamer Grachten, wo er begonnen hatte.

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Werke

3 Werke