Meister der Anbetung mit dem Bindenschild
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Der Maler hinter diesem Namen hat selbst keinen Namen. Die Kunstgeschichte nennt ihn Meister der Anbetung mit dem Bindenschild, nach einer einzigen Tafel im Belvedere, einer Anbetung der Heiligen Drei Könige, um 1490 auf Tannenholz gemalt. Am unteren Bildrand sitzt ein kleiner Schild, rot, weiß und rot gestreift. Das ist der Bindenschild, das Wappen des Herzogtums Österreich, und er gibt dem unbekannten Künstler seinen Notnamen und eine wahrscheinliche Heimat in den österreichischen Ländern der Habsburger.
Über sein Leben, seine Werkstatt oder weitere Aufträge ist nichts überliefert. Erhalten ist die Tafel selbst, rund 70 Zentimeter hoch, mit den drei Königen, die dem Kind ihre Gaben bringen. Seit 1783 hing sie in der kaiserlichen Gemäldegalerie in Wien und kam 1953 aus dem Kunsthistorischen Museum, dem großen Kunstmuseum der Stadt, ins Belvedere, in dem Jahr, in dem das Belvedere in seiner Orangerie ein Museum mittelalterlicher österreichischer Kunst eröffnete.
