Meister der Laufener Georgslegende
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Laufen ist eine kleine Stadt an der Salzach, heute auf der deutschen Seite der Grenze zu Österreich, und sie gehörte über Jahrhunderte den Salzburger Erzbischöfen. Im Pfarrhof werden Tafeln von zwei ehemaligen Altarflügeln aufbewahrt, die um 1460 in Salzburg gemalt wurden und die Legende des heiligen Georg erzählen. Auf einer davon reicht man dem Heiligen einen Giftbecher, eine der Qualen, die er laut Legende überlebte. Wer den Zyklus gemalt hat, weiß niemand, und so hat die Kunstgeschichte den Maler nach ihm benannt.
Das Belvedere in Wien schreibt derselben Hand eine Geißelung Christi zu, um 1460 datiert und auf Tannenholz gemalt. Sie hängt bei den mittelalterlichen Tafeln, die im ehemaligen Prunkstall des Unteren Belvedere gezeigt werden.
