Geißelung Christi

Geißelung Christi


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1460
Technik
Malerei auf Tannenholz
Maße
96,5 × 67 cm

Die Geschichte

Um 1460 trugen modische Männer in weiten Teilen Europas Schnabelschuhe, deren Spitzen weit über die Zehen hinausragten. In England verbot ein Gesetz von 1463 allen unterhalb des Standes eines Lords Spitzen, die länger als zwei Zoll waren. Der Maler, der diese Tafel damals im Salzburger Raum schuf, steckte einen der Schergen genau in solche Schuhe, zu roten Beinlingen. Auch die anderen Peiniger tragen die Kleidung seiner eigenen Zeit, kurze Wämser, farbige Hosen und einen Turban. Einer reißt Christus an den Haaren, ein anderer packt ihn am Kinn, und ein dritter kniet auf dem Fliesenboden neben einem Bündel Birkenruten. Christus selbst steht an die Säule gebunden unter gotischen Bögen, der Körper übersät mit kleinen Blutstropfen.

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