Nikola Petrov
1881–1916 · Bulgarien · Impressionismus, Symbolismus
Die Geschichte
Nikola Petrow tat etwas, was vor ihm eigentlich kein bulgarischer Maler getan hatte: Er nahm Sofia selbst als ein Motiv, das zu malen sich lohnte. In den Jahren nach 1900, als sich die Stadt noch von einer osmanischen Ortschaft in eine europäische Hauptstadt verwandelte, arbeitete er in ihren Straßen und auf ihren Plätzen und malte die Sophienkirche, die Löwenbrücke, das Nationaltheater, das nasse Kopfsteinpflaster und den grauen Himmel gewöhnlicher Tage.
Geboren wurde er 1881 in Widin an der Donau, und 1903 trat er der Gesellschaft für moderne Kunst bei, einem jungen Kreis in Sofia, der Impressionismus und Symbolismus in ein Land trug, das sie kaum kannte. Seine Landschaften, in der Stadt wie auf dem Land, tragen dieses weiche postimpressionistische Licht.
Ihm blieb sehr wenig Zeit. Die Tuberkulose holte ihn im Ersten Weltkrieg ein, und er starb 1916 in Sofia, mit nur 35 Jahren, und hinterließ ein schmales Werk und den Namen, der an ihm haften geblieben ist, der Maler von Sofia.

