
Der Fluss Erma bei der Stadt Tran
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Die Geschichte
Tran liegt im äußersten Westen Bulgariens, ein kleiner Ort an der Erma, einem Fluss, der so eng mit der Grenze verbunden ist, dass er die serbische Linie zweimal überquert. Petrov kam 1910 hierher, um einen ruhigen Abschnitt zu malen: ein paar Gänse am nahen Ufer, eine Baumreihe am gegenüberliegenden, dazu das gleichmäßige graue Licht, das er über dem Wasser mochte. Nichts in der Szene lässt an eine Grenze denken. Drei Jahre später jedoch führten Bulgarien und Serbien entlang dieses westlichen Saums Krieg, im zweiten der Balkankriege. Das Bild aber blieb still. Das junge Nationalmuseum in Sofia kaufte es 1913, in eben jenem unruhigen Jahr, und seither gehört es zur nationalen Sammlung.
