
Olga Wisinger-Florian
1844–1926 · Österreich, Kaisertum Österreich, Cisleithanien · Impressionismus
Die Geschichte
Olga Wisinger-Florian bildete sich zur Konzertpianistin aus, als ihre Hand versagte. Sie hatte bei Julius Epstein studiert, einem angesehenen Wiener Lehrer, doch eine Verletzung beendete diesen Weg, als sie Anfang dreissig war, und sie wandte sich ganz der Malerei zu.
Im Wien der 1880er Jahre schloss sie sich den Stimmungsimpressionisten an und arbeitete beim Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler, bis die beiden sich 1884 uberwarfen. Ihre fruhen Bilder sind sorgfaltig und detailreich. Um die Mitte der 1890er Jahre hatte sich ihr Pinselstrich zu raschen, hellen Zugen gelost, und sie wurde eine der gefragtesten Blumenmalerinnen der Stadt, in denselben Jahren wie der junge Gustav Klimt.
Sie war auch eine Organisatorin. Wisinger-Florian setzte sich fur die Kunstlerinnen Wiens ein, die noch immer von der Hauptakademie ausgeschlossen waren, und forderte die ihnen verwehrten Ausbildungs- und Ausstellungsrechte. Ihre Blumenbilder tauchen bis heute regelmassig in Wiener Auktionen auf.
