Pierre Puvis de Chavannes

Pierre Puvis de Chavannes

1824–1898 · Frankreich · Symbolismus


Die Geschichte

Pierre Puvis de Chavannes verbrachte seine Laufbahn damit, Wände zu bedecken. Während die Impressionisten dem Sonnenlicht auf den Boulevards von Paris nachjagten, stand er auf Gerüsten und malte weite, blasse Wandbilder für Rathäuser und Museen in Lyon, Amiens und Marseille sowie für das Panthéon in Paris, wo seine Szenen mit der heiligen Genoveva, die über die Stadt wacht, noch heute das Kirchenschiff säumen.

Seine Bilder wirken beinahe wie das Gegenteil der modischen Malerei der 1880er Jahre. Die Farben sind kreidig und gedämpft, die Figuren vereinfacht und in einen flachen, friesartigen Raum gesetzt, und nichts bewegt sich schnell. Er wollte die Ruhe eines griechischen Reliefs, gemalt, um still auf der Architektur zu liegen, statt sie zu durchbrechen. Die Kritiker seiner Zeit fanden das kalt. Jüngere Maler fanden es befreiend.

Gauguin hatte stets eine Fotografie eines Wandbildes von Puvis als Vorlage angeheftet, und die flächige Farbe und traumhafte Stille des Symbolismus wie auch der großen Figurenkompositionen Seurats verdanken ihm viel. 1890 half er, den abgespaltenen Salon, die Société Nationale des Beaux-Arts, zu gründen, und war deren Präsident. Spät im Leben, 1897, heiratete er die rumänische Fürstin Marie Cantacuzène, nach fast 40 gemeinsamen Jahren, und die beiden starben im folgenden Jahr innerhalb weniger Monate.

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Werke

2 Werke