Robert Zünd

Robert Zünd

1827–1909 · Schweiz · Landschaftsmalerei, Realismus


Die Geschichte

Robert Zünd malte die Landschaft um Luzern, als geschähe ihr das 19. Jahrhundert nicht. Zu seinen Lebzeiten wurden Eisenbahnen durch die Alpen getrieben und die Touristen kamen in Scharen, doch all das hielt er aus seinen Bildern heraus. Was er malte, waren Eichenwälder, Erntefelder und stille Seeufer, ruhig und sonnenbeschienen.

1827 in Luzern geboren, lernte er eine Zeit lang in Genf bei Alexandre Calame, dem führenden Schweizer Maler dramatischer Bergszenerien. Zünd ging den anderen Weg, hin zur Ruhe und zu einer beinahe mikroskopischen Genauigkeit. Seine Eichen- und Buchenwälder sind Blatt für Blatt aufgebaut, das Licht fällt durch die Zweige auf den Boden, und jeder kostete ihn Jahre.

Sein bekanntestes Bild, Der Eichenwald, gibt es in mehreren Fassungen, zu denen er über Jahrzehnte zurückkehrte, die vollständigste 1882 vollendet. Auch biblische Szenen setzte er in dasselbe aufgeräumte Schweizer Licht, darunter einen Gang nach Emmaus. Bis zu seinem Tod 1909 blieb er in Luzern bei derselben Handvoll Motive.

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Werke

1 Werk