Werkstatt Jan Brueghels des Älteren
Habsburgische Niederlande · Flämische Barockmalerei
Die Geschichte
1606 schrieb Jan Brueghel seinem Gönner in Mailand, Kardinal Federico Borromeo, über ein Blumenstück, das er ganz nach der Natur malte. Um einige der selteneren Blüten richtig zu treffen, war er eigens nach Brüssel gereist, in den Park der Erzherzöge, die damals die südlichen Niederlande regierten. Ein so entstandenes Bild kostete Monate, und die Käufer verlangten mehr davon, als ein einzelner Maler liefern konnte.
Werkstatt Jan Brueghels des Älteren ist die Bezeichnung für Bilder, die seine Antwerpener Werkstatt weitgehend von Gehilfen gemalt verließen, oft als Wiederholungen seiner eigenen Kompositionen. Der Entwurf geht auf Brueghel zurück, der Großteil der Malerei stammt von Mitarbeitern, deren Namen verloren sind.
In München zeigt die Alte Pinakothek einen großen Blumenstrauß unter dieser Bezeichnung. Das Museum führt ihn auf ein Blumenstück Brueghels zurück, das heute in Wien hängt, und sieht in schwächeren Partien der Ausführung das Zeichen einer Werkstatthand.
