
Edvard Munch · PD
17. Mai in einer kleinen norwegischen Stadt
Details
Die Geschichte
Den Jahreswechsel 1918 auf 1919 verbrachte Munch krank. Er hatte sich die Spanische Grippe geholt, die damals um die Welt lief, und malte sich mehrfach in ihr, ausgemergelt im Sessel vor dem ungemachten Bett. Wenige Monate später entstand dieses Bild. Der 17. Mai ist der norwegische Verfassungstag, seit 1814, und nach der Trennung von Schweden 1905 der große Tag im Jahr, mit Fahnen an den Häusern und Kinderzügen durch den Ort. Munch besaß Häuser in mehreren kleinen Küstenorten, in Åsgårdstrand und in Hvitsten, und hatte Jahre in Kragerø gewohnt. Welcher Ort hier gemeint ist, sagt der Titel nicht. Das Bild blieb bei ihm und ging nach seinem Tod 1944 zusammen mit allem, was in seinen Ateliers stand, an die Stadt Oslo.




