
Ein Konzert
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Die Geschichte
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kam an den Höfen Oberitaliens eine neue Mode unter den Reichen und Gebildeten auf. Man sang mehrstimmig direkt aus dem Buch. Costa malte diese Tafel um 1488 bis 1490 in Bologna, und sie gilt als das früheste erhaltene Bild dieser Art, Musizierende um ihrer selbst willen, ohne Heilige und ohne Geschichte. Die junge Frau schlägt mit den Fingern den Takt, eine Hand auf dem Stein, die andere auf der Schulter ihres Nachbarn. Der Mann in der Mitte begleitet sich selbst auf der Laute, der dritte reckt sich nach einem hohen Ton. Vorn auf der Marmorbrüstung liegen ein Rebec mit Bogen, eine Blockflöte und zwei kleine Notenbücher. Vielleicht singen die drei eine Frottola, ein damals beliebtes dreistimmiges Lied. Die Noten im aufgeschlagenen Buch ergeben allerdings, genau besehen, keine wirkliche Musik.




