
Francisco Goya · PD
Die Wallfahrt zum Sankt-Isidor-Brunnen
Details
Die Geschichte
Zwischen 1820 und 1823 war Francisco Goya alt, taub und schwer krank und lebte zurückgezogen in einem Landhaus bei Madrid. Auf dessen Wände malte er direkt eine Reihe düsterer, verstörender Bilder, die man später die Schwarzen Gemälde nannte. Dieses zeigt keine fromme Wallfahrt, sondern eine schwankende Menge, die aus dem Dunkel auf den Betrachter zutorkelt, die Münder zum Singen oder Schreien aufgerissen, die Gesichter zu Fratzen verzerrt. Vorn taumelt eine Schar Betrunkener heran. Goya bestimmte diese Bilder für niemanden, sie waren nur für die eigenen vier Wände gedacht. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod löste man sie von den Mauern und übertrug sie auf Leinwand. Aus der Schwärze schälen sich immer neue verzerrte Gesichter.




