
Francisco Goya, A Village Bullfight, 1815. Wikimedia Commons. · PD
Ein Dorfstierkampf
Details
Die Geschichte
Goya malte diese kleine Holztafel um 1815, als die französischen Truppen Spanien endlich verlassen hatten und der lange, ruinöse Besatzungskrieg vorüber war. In denselben Jahren stach er seine Stierkampf-Folge, die Tauromaquia, und dies ist eines der vier kleinen Kabinettbilder, die er damals schuf. Das Fest, das er zeigt, hat nichts Feierliches. In einer notdürftig errichteten Dorfarena hat man einen Stier losgelassen, die Menge drängt sich hinter einer Bretterschranke, und ein paar Männer wagen sich hinaus in den Staub. Goya war inzwischen völlig taub und ging auf die 70 zu. Er löste die Szene in lockeren Flecken aus Licht und Schatten, dem Getümmel mehr zugewandt als einem genauen Bericht.




