
Junge Frau, die einen Kupfertopf scheuert
Details
Die Geschichte
Im Holland der 1660er Jahre war ein kleines Bild einer Magd bei der Arbeit etwas, das man gern an die Wand hängte. Hier, in dem Werk von 1664, beugt sich eine junge Frau über einen Kupfertopf und scheuert ihn blank. Netscher hatte bei Gerard ter Borch gelernt, dem großen Maler stiller Innenräume, und war der begabteste Schüler aus dessen Werkstatt. Die Lektion zeigt sich in der Zurückhaltung: keine Geschichte, kein Drama, nur ein Mädchen, ein Topf und das Licht, das auf ihre Hände fällt. Das Kupfer ist die Stelle, an der er sich gehen lässt und der abgenutzten Oberfläche einen ruhigen, geduldigen Glanz gibt, der einem Käufer schon quer durch den Raum ins Auge fiel.



