
Guercino · PD
Abraham verstößt Hagar und Ismael
Details
Die Geschichte
Die Szene stammt aus dem Buch Genesis: Auf Drängen seiner Frau Sara muss Abraham die Magd Hagar und Ismael, den mit ihr gezeugten Sohn, fortschicken. Guercino wählt den Augenblick des Abschieds selbst und erzählt ihn ohne Aufhebens. Abraham weist mit verhaltener, fast betrübter Geste den Weg; Hagar bedeckt weinend ihr Gesicht; der junge Ismael senkt den Blick. Alle Empfindung liegt in den Gesichtern und Händen, nicht in der Bewegung. Es ist ein Spätwerk von 1657, in der weichen, klassischen Manier seiner reifen Jahre gemalt. Die Stadt Cento, die Heimat des Malers, gab es in Auftrag, um es dem Kardinal Lorenzo Imperiali, dem päpstlichen Legaten in Ferrara, zu schenken.




