
Guercino · PD
Der Tod der Dido
Details
Die Geschichte
Dieses Bild war ein Verkaufsargument, das scheiterte. 1631 wollte Kardinal Bernardino Spada das Talent Guercinos vor Maria de' Medici zeigen, der damals verbannten Königinmutter von Frankreich, in der Hoffnung, dem Maler einen großen Auftrag und sogar eine Reise nach Paris zu verschaffen. Das Thema war gewählt, um sie zu beeindrucken: Dido, Königin von Karthago, die sich auf einem Scheiterhaufen das Leben nimmt, nachdem Aeneas in See gestochen ist, seine Schiffe schon klein am Horizont hinter ihr. Dann brach das Glück der Maria de' Medici endgültig zusammen, sie floh nach Norden, und der ganze Plan zerfiel. Kein französischer Auftrag, kein Paris. Spada kaufte das Gemälde selbst, für 400 Scudi, und seither hat es den römischen Palast seiner Familie nie verlassen, weshalb man es heute in der Galleria Spada findet.




