
Filippo Lippi · PD
Anbetung von Camaldoli
Details
Die Geschichte
1463 ließen Piero de' Medici und seine Frau Lucrezia Tornabuoni, die Eltern Lorenzos des Prächtigen, in der Einsiedelei von Camaldoli mitten in den Wäldern des Apennin eine neue Zelle errichten und gaben bei Fra Filippo Lippi das Altarbild für ihr Oratorium in Auftrag. Statt des Goldgrunds, den die Tradition für solche Bilder verlangte, öffnet Lippi einen wirklichen Wald, die Silbertannen ebendieser Berge: Er malt den Ort für den Ort selbst. Die junge Maria kniet betend vor dem Kind, das im Gras und den Frühlingsblumen liegt. Der kleine Johannes der Täufer durchquert das bergige Gelände mit einem schmalen goldenen Kreuz, und unten rechts legt der heilige Romuald, Gründer der Kamaldulenser, die Hand auf sein Herz. Das Bild kam 1919 in die Uffizien.




