Anbetung der Könige

Anbetung der Könige


Details

Museum
Louvre
Jahr
1522
Technik
abgenommenes Fresko, auf Leinwand übertragen
Gattung
Gemälde
Maße
222 × 165 cm

Die Geschichte

1810 war Mailand die Hauptstadt von Napoleons Königreich Italien, und Antonio Litta, der Großkämmerer dieses Königreichs, wurde von Napoleon zum Herzog erhoben. Im selben Jahr wurden auf seinen Wunsch diese Anbetung der Könige und weitere Szenen Luinis von den Wänden eines Oratoriums in Greco abgenommen, damals ein Dorf vor den Toren Mailands, und im Palazzo Litta in der Stadt aufgestellt. Bei diesem Strappo-Verfahren klebt man Leinwand auf die bemalte Fläche und zieht die dünne Farbschicht vom Putz ab. Deshalb hängt ein Bild, das auf eine Wand gemalt wurde, heute wie ein Leinwandgemälde. Littas Erben verkauften die Gruppe in den 1860er Jahren an den Louvre.

Die Szene folgt der Rangordnung. Der älteste König kniet im Hermelinumhang, sein Geschenk steht am Boden, und das Kind, das auf dem Schoß der Mutter steht, streckt ihm die Hand entgegen. Dahinter warten die beiden jüngeren Könige, einer davon als Afrikaner dargestellt, mit goldenen Gefäßen. Durch die Öffnungen des Stalls sieht man ihr Gefolge noch zu Pferd über die Hügel ziehen.

Der Louvre datiert das Bild nur ins 16. Jahrhundert. Üblich ist eine Datierung um 1520 bis 1525, und Luini malte es als Gegenstück zu einer Geburt Christi von genau gleichem Format.

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