
Edvard Munch · PD
Albert Kollmann
Details
Die Geschichte
Der Mann im schweren Mantel ist Albert Kollmann, ein Hamburger Kaufmann, der sich in späteren Jahren als eigenwilliger Förderer von Künstlern hervortat, zuerst für Max Liebermann, dann für Munch. Nach Angaben des Kunsthauses Zürich wurde das Bildnis um 1901 oder 1902 als Soforthilfe in Auftrag gegeben, damit Munch zu Geld kam.
Spätestens 1913 gehörte es dem Berliner Kunsthistoriker Curt Glaser, einem der treuesten Munch-Sammler. Im Jahr 1933 verlor Glaser, der als Jude verfolgt wurde, seinen Posten als Direktor der Staatlichen Kunstbibliothek in Berlin und floh in die Schweiz. Im Juli holte sein Bruder Paul das Bild aus der Berliner Nationalgalerie ab, wo es als Leihgabe gewesen war, und ab 1935 lag es als Depositum im Kunsthaus. Glaser emigrierte weiter in die USA, und der Krieg vereitelte den Versuch, seine Bilder nachkommen zu lassen. 1943 kaufte das Kunsthaus das Porträt für 7000 Franken. Heute prüft das Museum, ob der Verkauf mit der Verfolgung zusammenhing, und spricht mit den Erben von Curt und Maria Glaser.




