
Allegorie (Mars, Venus, Victoria und Cupido)
Details
Die Geschichte
Ein Paar als Götter verkleidet, so beschreibt das Kunsthistorische Museum dieses Bild, und es liest die Szene als Allegorie auf eine Hochzeit oder Ehe. Der Mann tritt als Kriegsgott Mars auf, die Frau als Venus. Ein geflügelter Genius, vielleicht Victoria, und der kleine Liebesgott Cupido reichen ihnen Myrte und Rosen, die Pflanzen der Venus und der Brautleute. Paris Bordone malte das Bild um 1560 zusammen mit einem Gegenstück, das ebenfalls im Museum ist. Dort erscheinen Mars und Venus noch einmal, diesmal mit Flora, der Göttin der Blumen, und das Museum nennt es eine ironisch distanzierte Darstellung der Liebe, die selbst den Kriegsgott beherrscht. Die beiden Bilder waren wohl lange beisammen. Die ungarische Kunsthistorikerin Klára Garas vermutete 1987, dass Erzherzog Leopold Wilhelm beide 1643 aus der Sammlung Staininger in Augsburg erwarb. Sie sind fast gleich groß, gut einen Meter hoch und 176 Zentimeter breit, wie es sich für Pendants gehört, die nebeneinander hängen sollten.




