
Allegorie der Wissenschaften
Details
Die Geschichte
Im Amsterdam des späten 17. Jahrhunderts galt es als Tugend eines vornehmen Mannes, die Wissenschaften zu fördern, und genau dieses Lob bestellte sich der Textilmagnat Philips de Flines für sein Haus an der Herengracht. Dort richtete er einen eigenen Kunstraum ein und ließ ihn von Gerard de Lairesse ausstatten. Zwischen 1675 und 1683 entstanden fünf hohe Leinwände in Grisaille, nur in Grautönen gemalt, sodass die Figuren wie aus Stein gehauen wirken, und jede feierte eine gute Eigenschaft des Hausherrn. Hier steht in der Mitte eine Frau mit Helm, umgeben von weiteren Frauengestalten. Eine hält eine Tafel mit einer Zeichnung hoch, eine sitzende stützt sich auf einen Stuhl mit geschnitzter Maske, und unten windet sich eine Schlange um einen Schild. Die fast drei Meter hohe Leinwand kam 1970 zusammen mit den übrigen vier der Serie aus einer Pariser Familiensammlung ins Rijksmuseum.


