Amphoroider Krater mit Stieren und Papyrus

Amphoroider Krater mit Stieren und Papyrus


Details

Künstler
Papyrus-Maler
Museum
Louvre
Jahr
-1300
Technik
Ton (rosabeige), glänzende schwarze Bemalung
Gattung
Vase
Maße
44,8 × 40 cm

Die Geschichte

Auf beiden Seiten dieses Mischgefäßes für Wein schreiten zwei Stiere nach rechts zwischen hohen, stilisierten Papyruspflanzen, und weitere Papyrusblätter füllen die Flächen unter den Henkeln. Papyrus wuchs in den Sümpfen am Nil, auf einem griechischen Gefäß ist er ein entlehntes Motiv aus der Kunst Ägyptens und des minoischen Kreta. Hergestellt wurde der Krater um 1300 v. Chr. in der Argolis, der Landschaft um Mykene, gefunden aber auf Rhodos. Dort hatten sich inzwischen mykenische Griechen niedergelassen, und die Insel lag am Seeweg nach Osten, nach Zypern und in die Levante.

Der Louvre kaufte ihn 1904. Sein Maler ist nur unter dem Namen bekannt, den ihm die Forschung gegeben hat, Papyrus-Maler, unter anderem nach den Pflanzen auf diesem Gefäß. Teile der Wandung und des Halses fehlen und sind mit Gips ergänzt, sodass von den beiden Stieren der Rückseite nur Reste erhalten sind.

1941 bildete der schwedische Archäologe Arne Furumark den Krater in seinem Werk The Mycenaean Pottery ab, der Ordnung der Formen und Motive, auf der die Datierung mykenischer Vasen bis heute weitgehend beruht.

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